Kopfkino: „Mein Partner geht fremd“!

Wenn die Fantasie mit einem durchgeht

(Essingen 23.11.2012) Haben Sie schon einmal die Vorstellung durchlitten, dass Ihr Partner fremd geht?

In nicht wenigen Beziehungen erlebt ein Partner oder beide gelegentlich oder öfters, dass vor dem inneren Auge sehr konkret Bilder auftauchen, wie der Partner fremd geht. Solche Fantasien können sehr belasten, nicht nur denjenigen, in dessen Kopf sie ablaufen sondern auch den betroffe­nen Partner, wenn er von ihnen erfährt.

Solche Vorstellungen entstehen, wenn kein Vertrauen in die Treue des Partners besteht.

Dies kann berechtigt sein, falls Sie Ihren Partner in der Vergangenheit nicht immer als zuverlässig, verbindlich und ehrlich erlebt haben. In einem solchen Fall stellt sich die Frage, ob Sie mit einem solchen Menschen wirklich eine langfristige Bindung eingehen möchten. Wenn Sie es trotzdem tun, ist Leid in Ihrer Beziehung vorprogrammiert (es sei denn, Sie sind sich beide einig, eine offene Be­ziehung zu leben). Dieses Leid vermögen Sie nur deshalb zu ertragen, weil es schlimmer für Sie ist, sich zu trennen.

Quälende und wiederholte Szenen darüber, wie Ihr Partner fremd geht, können aber auch dann mit aller Macht auftauchen, wenn er sich integer verhält und es keinerlei Anhaltspunkte für Fehltritte gibt. In einem solchen Fall ist oft Eifersucht mit im Spiel. Vielleicht war es Ihnen in Ihrer Kindheit nicht möglich, Vertrauen zu entwickeln.

Statt Kopfkino: Wie ist die Wirklichkeit?


Ob Sie die tatsächliche Untreue Ihres Partners unfreiwillig ertragen oder ob einfach nur Ihre Fanta­sie grundlos mit Ihnen durchgeht: Finden Sie heraus, warum Sie sich so verhalten und wie Sie diesen Film abstellen können. Hierbei kann eine Psychotherapie oder auch Paartherapie sehr hilfreich sein.

Vielleicht entdecken Sie während deren Verlauf, dass Sie sich als zu wenig liebenswert erach­ten, um nicht betrogen zu werden oder einen Partner finden zu können, der Sie wirklich will. Mit dieser Erkenntnis können Sie sich auf den Weg zur wichtigsten Liebe Ihres Lebens machen: Der Liebe zu sich selbst! Diese Liebe ist das Kostbarste, was Sie finden können. Sie bleibt, auch wenn der Partner gehen sollte.

Außerdem können Sie die Wirkungsweise Ihres Verstandes erkennen, der ständig ohne Ihr Einverständnis Bilder, Ideen, Vorstellungen und Ängste (wie Hoffnungen) auf der Leinwand Ihres Kopfkinos produziert. Wer sind Sie dabei? Sitzen Sie gebannt und gelähmt in der ersten Reihe Ihres Kopfkinos, unfähig die Vorstellung zu verlassen, obwohl sich Ihr Befinden deutlich verschlechtert? Sehen Sie sich vielleicht sogar selbst als Akteur auf dieser Leinwand? Oder erkennen Sie die Gedanken als das, was sie sind: Nicht mehr als Träume, die kommen und gehen. Was aber ist wirklich? Genau das ist die Frage, deren Beantwortung aus dem Kinosaal in die Realität führt. Dazu benötigen Sie nicht mehr als Ihre Sinne zur Wahrnehmung dessen, was ist. Sollten Sie sich plötzlich unvorhergesehen im Kinosaal mit der Ihnen vielleicht schon alt bekannten Vorführung wiederfinden, dann fragen Sie sich: „Was ist jetzt wirklich?“ Die Antwort wird über Ihre Augen, Ohren, Nase, Tastsinn und Geschmack kommen: Wirklich ist nur das, was Sie hier und jetzt in diesem Moment wahrnehmen. Realität ist nur das, was Sie wissen, nicht aber Ihre Befürchtung was Ihr Partner gerade irgendwo möglicherweise macht. Wenn Ihnen der Schritt aus dem Albtraum in die Wirklichkeit gelingt, werden Sie unmittelbar erleben, wie beruhigend und friedlich die Realität ist. Machen Sie sich mit Meditation und/oder einer guten Psychotherapie und Paartherapie fit, um diesen Wechsel immer schneller vollziehen zu können! Wenn Ihnen das mit dem Film „Mein Partner geht fremd!“ gelingt, haben auch andere Kopffilme keine Macht mehr über Sie, indem Sie sich sie einfach nicht mehr anschauen. Hierin liegt eine große Befreiung, die Ihre Lebensqualität erheblich erhöht.

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