Wann bist du Mann ein Mann?

Nimm dir einen Augenblick Zeit, um deine eigene Antwort auf diese Frage zu finden, bevor ich dir meine gebe.

Ein Mann ist ein Mann, wenn er er selbst ist


Und hier meine Antwort:

Ein Mann ist dann ein Mann, wenn er er selbst ist. Dieser Mann kennt seine Stärken und Schwä­chen ebenso wie seine Gefühle. In Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit begegnet er sich und seiner Um­welt. Er handelt nach seinem inneren Wissen, seiner Überzeugung und seinen Werten, auch dann wenn er sich dadurch Nachteile einhandelt. Er ist nicht an Außenwirkung interessiert. Kurz gesagt: Er ist ein „echter Kerl“! Ein solcher Mann ist ein authentischer Mann, der sich erlaubt, der zu sein, der er ist.

Wenn du dieser echte Kerl sein möchtest, habe ich ein paar Ideen für dich, wie du ihn in dein Le­ben und in deine Umwelt holen kannst. Eins kann ich dir jetzt schon sagen: Er wartet voll Ungeduld darauf, deine Erlaubnis dazu zu erhalten. Also laß ihn, deine Partnerin und uns nicht länger warten!

Die Qualitäten deines Seins ergründen

Es geht also darum, dich als Mann so sein zu lassen, wie du bist und die Qualitäten deines Seins zu ergründen. Die Qualitäten deines Seins eröffnen sich durch die Wahrnehmung deiner emo­tionalen und physischen Befindlichkeit im jeweiligen Moment oder in der Retrospektive. Diese Er­fahrung des Seins deiner ureigenen Wahrheit wird gestört durch jede Art von mentaler Tätigkeit (z.B. Analysieren der Situation) oder Aktionismus (z.B. Änderung der Situati­on herbeiführen wollen). Der authentische Mann erlaubt keine Störung des inneren Geschehens. Auf diese Weise bleibst du dir treu, nimmst dich ernst und bist mit dir in innigem und liebevollen Kontakt. Du machst Entdeckungen über dich und findest mit jeder Zuwendung zu deiner Erfahrung ein wenig mehr heraus, wer du eigentlich bist. Dieser Vorgang stärkt und befähigt dich, deiner Part­nerin mit einem inneren Halt gegenüber zu treten, der sich in freundlicher Gelassenheit zeigt. Solan­ge du ihre Angriffe, Entwertungen, Beschuldigungen als vernichtend oder sie als bedrohliche Furie erlebst, hast du diesen Halt noch nicht in dir gefunden und bist darauf angewiesen, dass sie dir die­sen Halt bietet.

Um eine enge und intime Beziehung zu ermöglichen, ist es erforderlich, dass du dich so mit deinen Gefühlen zeigen kannst, wie sie gerade sind. Wenn du dies nicht wagst, kommt dies einer inneren Kündigung der Liebesbeziehung gleich. Deiner Partnerin vorzuenthalten, wer du eigentlich bist, ist nicht nur ein Betrug an ihr, indem du vorgibst ein Anderer zu sein als du bist, sondern ist auch ein Betrug an dir selbst, weil du auch vor dir dein eigenes authentisches Sein verleugnest. Eine Paarbeziehung ohne Wahrhaftigkeit wird von zwei Maskierten gelebt, die sich gegenseitig täu­schen. Zwischen ihnen ist keine wirkliche Nähe möglich, da beide sich voreinander hinter ihren Masken verstecken. Eine solche Beziehung ist von Unnahbarkeit und Distanz geprägt. Keiner von Beiden hat das Vertrauen, um seiner selbst Willen geliebt werden zu können, einfach, weil er so ist, wie er ist. Kannst du dir vorstellen, welchen Verlust oder gar Leid diese Maskierung für beide bedeutet?

Allerdings kann diese Erfahrung des Geliebtwerdens nicht an deine Partnerin delegiert werden. Die Liebe zu sich selbst zu entwickeln ist unverzichtbar für ein Leben in Einklang mit sich und für eine erfüllte Liebesbeziehung. Nicht deine Partnerin ist verantwortlich dich zu lieben, sondern du selbst bist dazu aufgerufen. Dieser Aufruf ergeht jedesmal, wenn du dich von deiner Partnerin abgelehnt, be­wertet, zurückgewiesen oder verletzt fühlst. Dieser Aufruf ist eine Einladung, dich deinem Schmerz über die in deinem Leben vermisste Liebe mit Mitgefühl zuzuwenden. Sie ist eine Einladung dir – dem Ungeliebten – mit freundlicher Aufmerksamkeit und Aufrichtigkeit zu begegnen. Diese Zu­wendung zu dir selbst, lässt Nähe und ein tiefes Verständnis für dich entstehen, für den, der so ist, wie er ist. Aus deiner immer wieder praktizierten Zuwendung zu dir entsteht allmählich Liebe für dich. Jedesmal wenn deine Partnerin wieder garstig zu dir ist, wirst du eingeladen, deine Liebe zu dir zu entdecken. Du darfst ihr für diese Möglichkeit dankbar sein. Mit der Liebe zu dir brauchst du nicht mehr ihre Liebe wie der Junkie seinen nächsten Schuß.

Endlich frei, der zu sein, der du immer schon warst

Du bist endlich frei, der zu sein, der du immer schon warst. Warum du dann noch mit ihr zusammen sein willst? Finde es heraus! Vielleicht weil es einfach wunderbar ist, dass sie so ist, wie sie ist und kein bißchen anders! Genauso wie du.



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